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Blitzschutz

Prüfung der Blitzschutzanlage: Wie oft gemäß ČSN EN 62305 und was wird geprüft

Als Unternehmen oder Organisation sind Sie gesetzlich verpflichtet, Ihr Eigentum in einem sicheren Zustand zu halten. Beim Blitzschutz gilt dies umso mehr – ein Versagen der Blitzschutzanlage (LPS)…

Jiří Cach 7 Min. Lesezeit
Prüfung der Blitzschutzanlage: Wie oft gemäß ČSN EN 62305 und was wird geprüft

Als Unternehmen oder Organisation sind Sie gesetzlich verpflichtet, Ihr Eigentum in einem sicheren Zustand zu halten. Beim Blitzschutz gilt dies umso mehr – ein Versagen der Blitzschutzanlage gefährdet nicht nur Sachwerte, sondern vor allem Menschenleben. Werfen wir einen Blick darauf, wie oft Sie die Prüfung der Blitzschutzanlage gemäß der geltenden Norm durchführen müssen und was genau der Prüftechniker bei der Inspektion kontrolliert.

Was die Norm sagt: ČSN EN 62305 und Prüffristen

Die grundlegende Vorschrift für den Blitzschutz ist die Normenreihe ČSN EN 62305 (ed. 2), insbesondere Teil 3, der sich mit physischen Schäden an baulichen Anlagen und Lebensgefahr befasst. Diese Norm teilt Objekte nach dem Risikograd in vier Blitzschutzklassen (LPL – Lightning Protection Level) ein. Aus der Einstufung in die LPL-Klasse leitet sich dann ab, wie oft Sie die Prüfung durchführen müssen.

Die Prüffristen für wiederkehrende Prüfungen des LPS (Lightning Protection System) sind wie folgt festgelegt:

  • Schutzklasse LPL I und II (Objekte mit hohem Risiko, z. B. Chemiebetriebe, Krankenhäuser, explosionsgefährdete Objekte): vollständige Prüfung alle 2 Jahre
  • Schutzklasse LPL III und IV (übliche Gewerbe- und Verwaltungsgebäude, Produktionshallen ohne besondere Risiken, Wohngebäude): vollständige Prüfung alle 4 Jahre
  • Sichtprüfung (für alle Schutzklassen): jährlich
  • Kritische Systeme (Objekte, bei denen ein Versagen des LPS fatale Folgen hätte): vollständige Prüfung und Sichtprüfung jährlich

Bei der Sichtprüfung handelt es sich um eine überschlägige Inspektion, die auch eine geschulte Person aus Ihrem Unternehmen durchführen kann. Die vollständige Prüfung hingegen darf nur ein geprüfter Elektrofachmann (Prüftechniker) mit gültigem Zertifikat gemäß NV 194/2022 Sb. durchführen, konkret mit dem Umfang E3A. Die Gültigkeit dieses Zertifikats beträgt 3 Jahre – vergewissern Sie sich, dass der Techniker, den Sie beauftragen, gültige Nachweise besitzt.

Wenn Sie unsicher sind, in welche Schutzklasse Ihr Objekt fällt, melden Sie sich bei uns – wir führen die Beurteilung durch und legen den optimalen Prüfplan exakt nach Norm fest.

Was bei der Prüfung der Blitzschutzanlage kontrolliert wird

Die Prüfung des LPS besteht nicht nur darin, zu schauen, ob auf dem Dach ein Stück Draht fehlt. Es geht um eine komplexe Überprüfung des gesamten Systems, das aus drei grundlegenden Teilen besteht. Jeder davon hat seine Besonderheiten und möglichen Mängel.

Fangeinrichtung

Dies ist der Teil, der den Blitz einfängt – typischerweise Fangstangen, Leitungen auf dem Dachfirst oder eine Maschen-Fangeinrichtung. Bei der Prüfung kontrollieren wir:

  • Mechanische Beschädigungen, Korrosion oder lose Verbindungen
  • Ordnungsgemäße Befestigung an der Gebäudehülle
  • Ausreichende Höhe und Positionierung der Fangeinrichtungen im Verhältnis zu den geschützten Gebäudeteilen
  • Ob neu installierte Technologien (Lüftungstechnik, Antennen, PV-Module) nicht in den Schutzraum der Fangeinrichtung hineinragen

Gerade nachträgliche Installationen auf Dächern sind ein häufiges Problem. Ein Unternehmen lässt eine Photovoltaikanlage oder Klimaanlage montieren, kümmert sich aber nicht darum, ob diese Elemente aus der geschützten Zone herausragen und einen eigenen Blitzschutz benötigen.

Ableitungen

Die Ableitungen führen den Blitzstrom von der Fangeinrichtung zur Erdungsanlage. Wir kontrollieren:

  • Unversehrtheit und Integrität aller Ableitungen (unterbrochene Ableitung = funktionsuntüchtiger Schutz)
  • Festigkeit der Verbindungen und Klemmen, einschließlich der Messstellen in den Trennstellen
  • Einhaltung des ausreichenden Abstands zu brennbaren Gebäudeteilen
  • Sichtbare Kennzeichnung und Schutz vor mechanischer Beschädigung auf Bodenniveau

In Produktionshallen und Lagern werden Ableitungen oft durch Materialumschlag oder Gabelstapler beschädigt. Die jährliche Sichtprüfung sollte diese Schäden rechtzeitig aufdecken.

Erdung und Überspannungsschutz

Dies ist der Teil, den Sie mit bloßem Auge nicht überprüfen können. Er erfordert Messungen mit Geräten:

  • Messung des Erdungswiderstands – muss den von der Norm für die jeweilige Schutzklasse geforderten Werten entsprechen. Ein hoher Widerstand bedeutet, dass der Blitzstrom nicht sicher abfließen kann.
  • Kontrolle der Überspannungsschutzgeräte (SPD) – visuell und messtechnisch. SPDs schützen die interne Elektroinstallation und Elektrogeräte vor Überspannungen, die auch bei einem Blitzeinschlag in das externe Netz entstehen können. Ein defekter oder fehlender Überspannungsschutz ist bei Unternehmensobjekten mit empfindlicher Elektronik ein grundlegendes Risiko.

Warum dies bei Firmenobjekten nicht unterschätzt werden sollte

Bei Produktionshallen, Lagern oder Verwaltungsgebäuden setzt man oft darauf, dass „dort schon kein Blitz einschlagen wird“. Schäden entstehen jedoch nicht nur durch einen direkten Einschlag. Eine Überspannung im Netz nach einem Blitzeinschlag in der Umgebung kann zuverlässig einen Serverraum, eine Produktionslinie oder eine Sicherheitsanlage zerstören. Eine funktionsuntüchtige Blitzschutzanlage bedeutet dann, dass die Versicherung die Leistung kürzen oder ganz ablehnen kann.

Ein weiteres Risiko ist die Haftung des gesetzlichen Vertreters. Kommt es aufgrund einer vernachlässigten Prüfung zu Verletzungen oder Todesfällen, trägt der Geschäftsführer oder Firmeninhaber die Verantwortung. Die Sanktionen nach dem Gesetz Nr. 251/2005 Sb. über die Arbeitsinspektion können für juristische Personen und selbständig Tätige bis zu 2.000.000 CZK betragen.

Die Prüfung der Blitzschutzanlage hängt zudem eng mit dem Gesamtzustand der Elektroinstallation im Objekt zusammen. Bei der regelmäßigen Inspektion decken wir oft auch Probleme auf, die in den Bereich der Prüfung von Elektroinstallationen fallen – von veralteten Schaltschränken bis hin zu fehlenden FI-Schutzschaltern (RCD). Es ist daher sinnvoll, beide Prüfungen gleichzeitig bei einem Anbieter zu beauftragen.

Vorgehensweise bei negativem Prüfergebnis

Aus der Prüfung erhalten Sie einen Prüfbericht mit einer Auflistung der Mängel. Jedem Mangel ist eine Klassifizierung nach Schweregrad zugeordnet. Leichte Mängel (z. B. fehlende Beschriftungen) behindern den Betrieb nicht, müssen aber bis zur nächsten Prüfung behoben werden. Schwere Mängel (z. B. unterbrochene Ableitung, hoher Erdungswiderstand) bedeuten, dass das System seine Funktion nicht erfüllt – hier ist eine sofortige Abhilfe erforderlich.

Die Mängelbeseitigung muss keine komplette Rekonstruktion bedeuten. Oft handelt es sich um Teilreparaturen, den Austausch korrodierter Teile oder die Nachrüstung von Überspannungsschutzgeräten. Nach der Reparatur führen wir eine Kontrollprüfung durch, die bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

Was die Prüfung der Blitzschutzanlage ungefähr kostet

Der Preis richtet sich nach der Größe des Objekts, der Anzahl der Ableitungen und Trennstellen. Für ein kleineres Verwaltungsgebäude oder eine Verkaufsstelle bewegt sich der Preis schätzungsweise zwischen 1.000 und 3.000 CZK. Bei ausgedehnten Produktionsarealen mit mehreren Gebäuden und komplexer Fangeinrichtung ist der Preis höher – er hängt stets vom konkreten Arbeitsumfang ab. Ein genaues Preisangebot erstellen wir Ihnen nach einer unverbindlichen Anfrage und Präzisierung der Objektparameter.

Häufige Fragen: Blitzschutzprüfung

Wie oft muss eine Blitzschutzprüfung durchgeführt werden? Gemäß ČSN EN 62305 ed. 2 wird die vollständige Prüfung des LPS entsprechend der Blitzschutzklasse durchgeführt: bei den Klassen LPL I und II (Objekte mit hohem Risiko) alle 2 Jahre, bei den Klassen LPL III und IV (übliche Geschäfts- und Verwaltungsgebäude) alle 4 Jahre. Eine Sichtkontrolle wird jährlich empfohlen.

Wer darf die Blitzschutzprüfung durchführen? Die vollständige Prüfung darf nur ein Prüftechniker mit gültigem Zertifikat gemäß NV č. 194/2022 Sb. im Umfang E3A durchführen. Eine Sichtprüfung kann auch von einer geschulten Person aus Ihrem Unternehmen durchgeführt werden.

Was droht, wenn die Blitzschutzprüfung fehlt? Der Betrieb einer bestimmten technischen Einrichtung ohne gültige Prüfung innerhalb der festgelegten Frist ist ein sicherheitsgefährdender Zustand. Im Schadensfall kann die Versicherung die Abwicklung erschweren und die Arbeitsinspektion kann ein Bußgeld gemäß dem Gesetz Nr. 251/2005 Sb. von bis zu 2.000.000 CZK verhängen.


Sind Sie sicher, dass Ihre Blitzschutzanlage die Prüfung ohne Mängel besteht? Wenn Sie es nicht wissen oder der Termin für die regelmäßige Kontrolle näher rückt, melden Sie sich bei uns. Wir übernehmen die komplette Prüfung des LPS inklusive Messungen und Ausstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentation. Schreiben Sie an info@sohe.cz oder rufen Sie an unter +420 724 689 762. Wir erledigen die Arbeit für Sie gerne so, als würden wir sie für uns selbst tun.

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