Ein Antrag auf eine höhere Hauptsicherung ist in wenigen Minuten ausgefüllt. Der Anlass ist häufig ähnlich: zwei Wallboxen auf dem Firmenparkplatz, eine Wärmepumpe anstelle des Gaskessels oder eine neue Maschine in der Werkstatt. Danach kommt der Netzanschlussvertrag mit den technischen Bedingungen, und der Elektriker tauscht die Sicherung aus. Am Zählerverteiler zeigt sich jedoch, dass das Kabel zur Hauptverteilung nur für den bisherigen Wert ausgelegt ist, im Schrank kein zusätzlicher Platz vorhanden ist und der Verteilnetzbetreiber für die erneute Verplombung einen Nachweis verlangt, von dem vorher niemand gesprochen hat.
Dies ist keine Anleitung zur Prüfung der gesamten Elektroinstallation. Der Artikel zeigt, wo die Anlage des Verteilnetzbetreibers endet, wann für die Messstelle mit einem Prüfbericht zu rechnen ist und was bereitliegen sollte, bevor der Prüftechniker kommt.
Wo die Anlage des Verteilnetzbetreibers endet
Bei kleineren Entnahmestellen endet das Verteilnetz üblicherweise im Hausanschlusskasten. Dabei handelt es sich um den Hauptanschlusskasten des Gebäudes an der Fassade oder in einer Anschlusssäule an der Grundstücksgrenze. Darin befinden sich die Sicherungen für die Hauptleitung des Gebäudes. Die genaue Grenze wird durch den Netzanschlussvertrag und die Bedingungen des Verteilnetzbetreibers festgelegt. Bei älteren Gebäuden sollte sie geprüft werden, bevor etwas bestellt wird.
Hinter dem Hausanschlusskasten beginnt die elektrische Kundenanlage:
- die Hauptleitung des Gebäudes (HDV) vom Hausanschlusskasten zum Zählerverteiler,
- der Zählerverteiler einschließlich der Hauptsicherung vor dem Stromzähler, der Klemmen und Leiter,
- die Leitung vom Verteiler zur Hauptverteilung des Gebäudes und die gesamte nachgelagerte Installation.
Der Verteilnetzbetreiber installiert und besitzt den Stromzähler sowie in der Regel auch den HDO-Empfänger, mit dem er auf den Niedertarif umschaltet.
Eine Plombe an der Hauptsicherung oder an der Abdeckung vor dem Stromzähler sagt nichts über die Eigentumsverhältnisse aus. Sie kennzeichnet den ungezählten Bereich, durch den Strom fließt, den der Stromzähler noch nicht erfasst hat. Eingriffe in diesen Bereich sind nur nach dem vom Verteilnetzbetreiber festgelegten Verfahren zulässig. Reparatur, Umbau und Prüfung des Verteilers veranlasst somit der Kunde, allerdings nicht ohne Abstimmung mit dem Verteilnetzbetreiber.
In Gewerbe- und Industriearealen ist die Situation häufig komplizierter. Bei einer Versorgung aus dem Hochspannungsnetz wird in der Transformatorstation gemessen; dieser Fall ist nicht Gegenstand des Artikels. In Industriearealen und Einkaufszentren kann anstelle eines großen Verteilnetzbetreibers der Betreiber eines lokalen Verteilnetzes zuständig sein. Dann gelten dessen Bedingungen und Netzanschlussvertrag. In einer gemieteten Halle gehört der Verteiler zudem häufig dem Vermieter; wer wofür verantwortlich ist, regelt der Mietvertrag.
Wer welchen Nachweis verlangt
Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Verteilnetzbetreiber, an dessen Netz die Entnahmestelle angeschlossen ist. Brünn und Südmähren werden von EG.D versorgt, ein großer Teil des übrigen Landes von ČEZ Distribuce und Prag von PREdistribuce. Der Prüfnachweis für die Messstelle hat nicht bei allen Betreibern dieselbe Form und wird auch nicht immer demselben Empfänger vorgelegt. Zum Prüfdatum 17. 9. 2026 gilt:
- ČEZ Distribuce verlangt unter anderem bei einer Erhöhung der Hauptsicherung ohne Tarifwechsel sowie beim Umbau oder Austausch des Zählerverteilers einen Prüfbericht für den Verteilnetzbetreiber. Bei einer neuen Entnahmestelle und beim Wechsel von einem Ein- zu einem Zweitarif legt der Kunde den Prüfbericht dem Stromlieferanten vor, auch wenn gleichzeitig die Sicherung erhöht wird. In bestimmten Fällen genügt eine Bestätigung über die Ausstellung des Prüfberichts; dies hängt von der Art der Entnahmestelle und der ausgeführten Tätigkeit ab. Bei einer Verringerung der Hauptsicherung sowie beim Wechsel von einem Zwei- zu einem Eintarif verlangt ČEZ Distribuce keinen Prüfbericht.
- EG.D verlangt nach den seit dem 1. 1. 2024 geltenden Anschlussbedingungen einen Prüfbericht bei einer Erhöhung des Werts der Hauptsicherung vor dem Stromzähler, bei einer Änderung der Verdrahtung des Zählerverteilers, beispielsweise wegen eines Tarifwechsels, sowie bei der Prüfung oder Zustandskontrolle des Zählerverteilers. Bei einer neuen Entnahmestelle, deren Hauptleitung noch nicht angeschlossen ist und bei der die Erstprüfung deshalb nicht vollständig durchgeführt werden kann, ist ein Protokoll über eine Teilprüfung zulässig. Sowohl der Prüfbericht als auch dieses Protokoll können vollständig durch das Dokument „Výpis z revizní zprávy/Záznam o provedené dílčí kontrole OM pro měření na hladině NN“ ersetzt werden. Dieses dient bei den in der Tätigkeitsübersicht zugelassenen Arbeiten zugleich als Bestätigung des Elektroinstallationsunternehmens.
- PREdistribuce verwendet bei einer neuen Entnahmestelle auf NN-Ebene das Formular Podklady pro uzavření smlouvy na hladině NN. Es wird vom Prüftechniker auf dem Originalformular ausgestellt und ist 3 Monate gültig.
Diese Dokumente werden aktualisiert. Maßgeblich sind daher die am Tag der Antragstellung geltende Fassung und die technischen Bedingungen Ihres Netzanschlussvertrags. Ein Prüfbericht, die Bestätigung über seine Ausstellung, ein Auszug auf dem Formular des Verteilnetzbetreibers, ein Protokoll über eine Teilprüfung und die Bestätigung eines Elektroinstallationsunternehmens sind nicht beliebig austauschbar, je nachdem, welches Papier ein Unternehmen gerade zur Hand hat. Welcher Nachweis für die konkrete Änderung erforderlich ist, legt der Verteilnetzbetreiber fest.
Wann mit einem Prüfnachweis zu rechnen ist
| Änderung | Was an der Messstelle geschieht | Womit zu rechnen ist (nach den Unterlagen der Verteilnetzbetreiber zum 17. 9. 2026) |
|---|---|---|
| Neue Entnahmestelle | HDV, Zählerverteiler und Hauptsicherung werden neu errichtet; der Verteilnetzbetreiber installiert den Stromzähler | ČEZ Distribuce: Der Kunde legt dem Stromlieferanten einen Prüfbericht vor; EG.D: Prüfbericht, ohne angeschlossene HDV ein Protokoll über eine Teilprüfung; PREdistribuce: Formular Podklady pro uzavření smlouvy na hladině NN |
| Erhöhung der Hauptsicherung | neue Sicherung, Prüfung der Leiterquerschnitte der HDV und der Leitung hinter dem Verteiler, Änderung des Netzanschlussvertrags | ČEZ Distribuce: Prüfbericht an den Verteilnetzbetreiber, sofern kein Tarifwechsel erfolgt; EG.D: Prüfbericht |
| Änderung der Phasenzahl | Sicherung mit anderer Polzahl, anderer Stromzähler, Änderung der Verdrahtung des Verteilers, Änderung des Netzanschlussvertrags | Die Seite von ČEZ Distribuce zum Prüfbericht führt diese Änderung nicht gesondert auf; EG.D verlangt bei einer Änderung der Verdrahtung des Zählerverteilers einen Prüfbericht; den konkreten Nachweis beim Verteilnetzbetreiber erfragen |
| Wechsel vom Ein- zum Zweitarif | Schaltung zur Aktivierung des Niedertarifs, bei bestimmten Tarifen Sperrung von Verbrauchern | ČEZ Distribuce: Der Kunde legt dem Stromlieferanten einen Prüfbericht vor, auch wenn gleichzeitig die Sicherung erhöht wird; EG.D: Die Tätigkeitsübersicht nennt eine Bestätigung des Elektroinstallationsunternehmens, bei einer tarifbedingten Änderung der Verdrahtung des Verteilers wird jedoch ein Prüfbericht verlangt |
| Austausch oder Umbau des Zählerverteilers | neue Ausführung nach den aktuellen Bedingungen des Verteilnetzbetreibers | ČEZ Distribuce: Prüfbericht an den Verteilnetzbetreiber; EG.D: Prüfbericht, und wenn die HDV noch nicht angeschlossen ist und die Erstprüfung nicht vollständig durchgeführt werden kann, ein Protokoll über eine Teilprüfung |
| Verringerung der Sicherung, Rückkehr zum Eintarif | Austausch der Sicherung oder Aufhebung der Schaltung ohne Eingriff in die Leitungen | ČEZ Distribuce verlangt keinen Prüfbericht; EG.D nennt bei einer Verringerung der Sicherung eine Bestätigung des Elektroinstallationsunternehmens und verlangt bei der Rückkehr zum Eintarif keinen Nachweis; Eingriffe in den verplombten Bereich müssen dennoch abgestimmt werden |
| Wiederaufnahme der Versorgung nach Ausbau des Stromzählers | die Entnahmestelle wird erneut in Betrieb genommen | Der Nachweis hängt vom Grund des Ausbaus und den Bedingungen des Verteilnetzbetreibers ab; EG.D lässt ein Protokoll über eine Teilprüfung zu, wenn beim Ausbau Mängel festgestellt und ein Kontrollblatt ausgestellt wurden |
| Anschluss einer Erzeugungsanlage, etwa einer PV-Anlage | eigenständiges Anschlussverfahren | Prüfung der Erzeugungsanlage und weitere Unterlagen |
Treffen mehrere Änderungen zusammen, etwa eine höhere Sicherung und zugleich ein neuer Verteiler, wird der gesamte Arbeitsumfang beurteilt und nicht nur der einfachste Teil. Für den Anschluss einer Erzeugungsanlage gilt ein eigenes Verfahren. Welche Prüfung dafür erforderlich ist, erläutert der Artikel Prüfung einer PV-Anlage vor dem ersten Parallelanschluss.
Erhöhung der Sicherung: Die Sicherung ist das kleinste Problem
Das übliche Verfahren lautet: Antrag beim Verteilnetzbetreiber, Netzanschlussvertrag oder dessen Änderung mit den technischen Bedingungen, Anpassung der Messstelle, Prüfung, Vorlage des Nachweises und abschließend die Verplombung. Der Austausch der Sicherung selbst dauert nur wenige Minuten. Der Prüftechniker kontrolliert jedoch nicht nur das Typenschild des neuen Geräts:
- Übereinstimmung mit dem Vertrag. Nennwert und Polzahl der Sicherung müssen dem Netzanschlussvertrag entsprechen. Bei der Direktmessung schreiben die Verteilnetzbetreiber für die Hauptsicherung üblicherweise die Auslösecharakteristik B vor.
- Leitung hinter der Sicherung. Die Hauptsicherung schützt auch das Kabel vom Zählerverteiler zur Hauptverteilung. Wird aus 3×25 A eine Absicherung mit 3×40 A, ist dasselbe Kabel plötzlich für einen höheren Strom abgesichert. Reicht sein Querschnitt dafür nicht aus, handelt es sich um einen Mangel und nicht um eine Formalität.
- Hauptleitung des Gebäudes. Vor der Sicherung wird sie durch die Sicherungen im Hausanschlusskasten geschützt. Bei einer höheren Anschlussleistung ist zu prüfen, ob der Querschnitt der HDV dem neuen Wert entspricht und ob die Absicherung im Hausanschlusskasten gegenüber der neuen Sicherung weiterhin selektiv ist.
- 80-A-Grenze. Bei der Direktmessung fließt der Strom unmittelbar durch den Stromzähler. ČEZ Distribuce und EG.D verwenden diese Messart bis einschließlich 80 A Hauptsicherungswert. Über 80 A erfolgt eine Wandlermessung über Stromwandler, was einen anderen Verteiler, andere Unterlagen und andere Kosten bedeutet.
- Klemmen. Erwärmte, oxidierte oder schlecht angezogene Klemmen machen sich bei einem höheren Strom früher bemerkbar als bisher.
Eine höhere Sicherung erfordert nicht automatisch einen neuen Verteiler. Entspricht der vorhandene Schrank hinsichtlich Bauweise, Dimensionierung und Verdrahtung den Anforderungen, genügt eine Anpassung. Eine ältere Messstelle, die den heutigen Anforderungen an den Standort nicht mehr entspräche, kann bei einem bloßen Sicherungs- oder Tarifwechsel häufig bestehen bleiben. Wird der Verteiler jedoch ausgetauscht, ist die neue Ausführung nach den aktuellen Bedingungen des Verteilnetzbetreibers zu beurteilen.
Vor dem Antrag sollte berechnet werden, ob eine höhere Sicherung tatsächlich erforderlich ist. Eine Wallbox mit 11 kW Leistung nimmt beim vollständigen dreiphasigen Laden etwa 16 A je Phase auf, zwei solche Wallboxen also rund 32 A. Bei einer Entnahmestelle mit einer Sicherung von 3×32 A bleiben damit zwei Möglichkeiten: die Sicherung erhöhen oder ein Lademanagement einsetzen, das die Leistung der Stationen abhängig vom aktuellen Verbrauch des Gebäudes reduziert. Ein neuer Stromkreis für die Ladestation ist außerdem eine eigenständige Arbeit mit eigener Prüfung. Einzelheiten enthält der Artikel Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Unternehmen und Erstprüfung.
Tarifwechsel: Entscheidend ist die Verdrahtung, nicht die Rechnungszeile
Bei einem Zweitarif schaltet der Verteilnetzbetreiber mithilfe eines HDO-Signals oder über den Stromzähler zwischen Hoch- und Niedertarif um. Die Bedingungen der einzelnen Verteilungstarife legt Energetický regulační úřad fest, für 2026 im cenový výměr č. 14/2025. Bei bestimmten Tarifen gehört dazu die Sperrung ausgewählter Verbraucher während des Hochtarifs, typischerweise über ein Schütz im Verteiler, das durch das Niedertarifsignal gesteuert wird.
Beim Wechsel zum Zweitarif wird deshalb nicht nur ein Dokument geprüft. Entscheidend ist, ob im Verteiler genügend Platz und die erforderliche Verdrahtung für die Schaltung vorhanden sind, ob die zu sperrenden Verbraucher tatsächlich über den geschalteten Stromkreis angeschlossen wurden und ob die Änderung ohne Abstimmung in den ungezählten Bereich eingegriffen hat. Der umgekehrte Schritt vom Zwei- zum Eintarif bedeutet technisch meist nur die Aufhebung der Schaltung. Entsprechend geringer sind üblicherweise auch die Anforderungen an den Nachweis.
Die Prüfung der Messstelle ist keine Prüfung der gesamten Installation
Für den Verteilnetzbetreiber ist der Abschnitt maßgeblich, über den die Entnahmestelle angeschlossen und gemessen wird: die Hauptleitung des Gebäudes, der Zählerverteiler, die Hauptsicherung und die unmittelbar damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Eine Prüfung in diesem Umfang ist zulässig, darf jedoch nicht als Prüfung des gesamten Gebäudes ausgegeben werden.
ČSN 33 2000-6 ed. 2 verlangt bei einer Erweiterung oder Änderung einer bestehenden Installation den Nachweis, dass die Änderung den Anforderungen entspricht und die Sicherheit der vorhandenen Installation nicht beeinträchtigt. Bei einer Wallbox oder Wärmepumpe gehören deshalb auch die neue Zuleitung, deren Absicherung und der Schutz gegen elektrischen Schlag zum Prüfumfang. Eine Prüfung nur des Zählerverteilers deckt diese Teile nicht ab. Wann eine Änderung eine Erstprüfung erforderlich macht, erläutert der Artikel Elektroprüfung nach einem Umbau: Wann ist eine Erstprüfung erforderlich?.
Für Unternehmen kommt der betriebliche Aspekt hinzu. Nach § 3 odst. 1 písm. a) nařízení vlády č. 190/2022 Sb. gehören ausdrücklich auch elektrische Anlagen zur Entnahme elektrischer Energie sowie elektrische Installationen von Gebäuden und Technologien zu den reservierten elektrischen Anlagen. Der konkrete Umfang wird unter Berücksichtigung der in § 3 odst. 2 aufgeführten Ausnahmen beurteilt. Für den Betrieb reservierter elektrischer Anlagen verlangen § 7 odst. 1 und 5 derselben Vorschrift eine dokumentierte Ordnung für Inspektionen, Wartung und Prüfungen mit Tätigkeiten, Intervallen, Aufzeichnungen und Prüffristen gemäß příloha č. 4.
Die für den Verteilnetzbetreiber durchgeführte Prüfung ersetzt daher keine regelmäßige Prüfung der Installation. Umgekehrt muss eine regelmäßige Prüfung nicht zwangsläufig alle Angaben enthalten, die der Verteilnetzbetreiber in seinem Formular sehen möchte.
Was vor dem Termin mit Elektriker und Prüftechniker vorzubereiten ist
Die meiste Zeit geht nicht durch Messungen verloren, sondern durch einen fehlenden Vertrag, einen unklaren Auftrag oder einen verschlossenen Verteiler. Halten Sie Folgendes bereit:
- den Netzanschlussvertrag einschließlich der technischen Bedingungen, bei einer Änderung auch den neuen Vertrag oder dessen Nachtrag;
- die EAN der Entnahmestelle (18-stellige Nummer auf der Rechnung oder im Vertrag) und die Nummer des Stromzählers;
- den aktuellen und den gewünschten Nennwert der Hauptsicherung, die Phasenzahl und den Verteilungstarif;
- die Typenschilddaten der neuen Verbraucher, also die Anschlussleistung der Wallbox, Wärmepumpe oder Maschine sowie Angaben zu deren Steuerung;
- den letzten Prüfbericht der Installation und die Bestandsdokumentation, sofern vorhanden;
- bei einem neuen oder ausgetauschten Verteiler die Herstellerdokumentation, das Typenschild und die Konformitätserklärung;
- Fotos nur von sicher zugänglichen Teilen, ohne Abdeckungen oder Plomben zu entfernen: Außenansicht des Verteilers und des Hausanschlusskastens sowie die Typenschilder von Hauptsicherung und Stromzähler, sofern sichtbar. Fotografieren Sie weder die Zuleitungen noch andere Innenbereiche der Schränke selbst. Diese dokumentiert eine fachlich befähigte Person bei gewährleistetem sicheren Zustand;
- Zugang am selben Tag zum Hausanschlusskasten, zum Zählerverteiler und zur Hauptverteilung, bei gemieteten Räumen einschließlich der Schlüssel des Vermieters;
- einen Abschaltplan, wenn vor der Hauptsicherung gearbeitet wird.
Der Zugang zum Verteiler dient nicht nur dem Komfort des Prüftechnikers. Nach § 5 odst. 1 písm. b) zákona č. 133/1985 Sb., o požární ochraně gehört es zu den Pflichten juristischer und unternehmerisch tätiger natürlicher Personen, unter anderem den freien Zugang zu elektrischen Verteilanlagen zu gewährleisten. Ein hinter Paletten versperrter Verteiler führt zu einer unnötigen Anfahrt und stellt zugleich einen brandschutztechnischen Mangel dar.
Muss eine Plombe entfernt werden, tun Sie dies nicht selbst. Wer den Eingriff meldet und wer wann erneut verplombt, legt der Verteilnetzbetreiber fest. Der Elektriker oder Prüftechniker stimmt dies vorab mit ihm ab. Beim Austausch des Verteilers oder bei einem Eingriff in die Hauptleitung des Gebäudes muss die gesamte Entnahmestelle abgeschaltet werden. In einem Unternehmen sollte diese Abschaltung im Voraus geplant werden und nicht erst am Morgen des Termins auffallen.
Wenn Sie nicht wissen, welchen Nachweis und welchen Prüfumfang Ihr Verteilnetzbetreiber für die konkrete Änderung verlangt, senden Sie uns über die unverbindliche Anfrage lediglich die relevanten technischen Bedingungen aus dem Netzanschlussvertrag, Außenfotos des Verteilers ohne entfernte Abdeckungen oder Plomben sowie eine Beschreibung der Änderung. Persönliche und preisbezogene Angaben im Vertrag können Sie schwärzen. Wir schlagen den passenden Prüfumfang vor und führen die Prüfung durch.
Was bei der Prüfung tatsächlich kontrolliert wird
Eine Prüfung nach ČSN 33 2000-6 ed. 2 besteht aus zwei Teilen: der Besichtigung sowie den Erprobungen und Messungen. Bei einer Messstelle bedeutet das in der Praxis:
- Besichtigung: Verdrahtung nach Schaltplan, Querschnitte und Kennzeichnung der Leiter, Dimensionierung und Charakteristik der Absicherung, Zustand und Festigkeit der Klemmen, mechanischer Zustand und Schutzart des Schranks, Möglichkeit der Verplombung und Zugänglichkeit;
- Erprobungen und Messungen: Durchgängigkeit der Schutz- und Potenzialausgleichsleiter, Isolationswiderstand, Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (Fehlerschleifenimpedanz), Funktion von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, sofern diese zum geprüften Umfang gehören, sowie Phasenfolge bei einer dreiphasigen Zuleitung.
Ein brauchbarer Bericht identifiziert die Entnahmestelle, nennt Nennwert und Typ der Hauptsicherung und grenzt den Prüfumfang genau ab. Er enthält außerdem die Messwerte, die verwendeten Messgeräte, festgestellte Mängel und eine eindeutige Beurteilung. Unterzeichnet wird er von einem Prüftechniker mit einer für den jeweiligen Umfang gültigen Bescheinigung; deren Nummer ist im Bericht anzugeben. Die Bestätigung eines Elektroinstallationsunternehmens über die ausgeführte Montage ist ein anderes Dokument und ersetzt den Prüfbericht nicht, wenn der Verteilnetzbetreiber ausdrücklich einen solchen verlangt. Welche Angaben ein Bericht enthalten muss, fasst der Artikel Anforderungen an einen Prüfbericht zusammen.
Ein Bericht ohne Messwerte oder ohne genaue Abgrenzung des Prüfumfangs ist sowohl für den Verteilnetzbetreiber als auch für Sie ein schwacher Nachweis. Die allgemeine Aussage „Die Elektroinstallation des Gebäudes kann sicher betrieben werden“ ersetzt nicht die Kontrolle der Teile, die der Techniker weder besichtigt noch gemessen hat.
Wird bei der Prüfung ein schwerwiegender Mangel festgestellt, beispielsweise verbrannte Klemmen oder eine beschädigte Isolierung im ungezählten Bereich, gilt § 7 odst. 8 nařízení vlády č. 190/2022 Sb. Wird ein Zustand festgestellt, der die Arbeitssicherheit oder den Betrieb unmittelbar gefährdet, muss die Anlage unverzüglich von der Stromversorgung getrennt und gegen unerwünschtes Wiedereinschalten gesichert werden. Ist dies nicht möglich, muss die Reparatur ohne unnötigen Aufschub veranlasst werden. Der Abschnitt vor der Hauptsicherung wird durch deren Abschaltung jedoch nicht spannungsfrei. Ob in einem solchen Fall die Störungshotline des Verteilnetzbetreibers anzurufen ist, hängt davon ab, wo nach dem Netzanschlussvertrag die Eigentumsgrenze verläuft und welches Verfahren der Verteilnetzbetreiber vorgibt. Eine Abschaltung durch den Verteilnetzbetreiber führt jedoch noch keine Reparatur herbei. Liegt der Mangel in der Kundenanlage, muss ihn ein fachlich befähigtes Elektroinstallationsunternehmen beheben und den Eingriff in den verplombten Bereich mit dem Verteilnetzbetreiber abstimmen.
Was den Preis der Prüfung beeinflusst
Ein Festpreis für „einen Verteiler“, der ohne Vertrag und Fotos genannt wird, bezieht sich häufig auf einen anderen Umfang, als tatsächlich benötigt wird. Für den Preis sind vor allem folgende Punkte maßgeblich:
- ob es sich um eine Kontrolle nach dem Austausch der Sicherung, einen Umbau der Messstelle, eine neue Entnahmestelle oder eine Wandlermessung handelt;
- wie viele Stromzähler sich im Verteiler befinden und ob auch die nachgelagerte Verteilung sowie neue Stromkreise geprüft werden;
- ob Unterlagen verfügbar sind, denn die Rekonstruktion der Verdrahtung ohne Schaltplan verursacht zusätzlichen Aufwand;
- die Zahl der Anfahrten und die Abstimmung der Entfernung und Erneuerung der Plomben;
- erneute Messungen nach der Beseitigung von Mängeln.
Lassen Sie sich vor der Beauftragung den Prüfumfang und die Art des Ergebnisses schriftlich bestätigen: Prüfbericht, Auszug auf einem Formular des Verteilnetzbetreibers oder ein anderer Nachweis. Klären Sie außerdem, ob eine zweite Anfahrt im Preis enthalten ist und wer mit dem Verteilnetzbetreiber kommuniziert. Die Beseitigung festgestellter Mängel wird üblicherweise gesondert berechnet.
Was die einzelnen Befunde bedeuten
| Feststellung der Prüfung | Bedeutung | Erforderliche Maßnahme |
|---|---|---|
| Die Hauptsicherung weicht von den Angaben im Netzanschlussvertrag ab | Vertragswidriger Zustand | Austausch nach Abstimmung mit dem Verteilnetzbetreiber |
| Das Kabel zur Hauptverteilung hat einen für die neue Sicherung zu kleinen Querschnitt | Die Leitung ist nicht gegen Überlast geschützt | größerer Querschnitt oder separate Absicherung der Zuleitung |
| Erwärmte oder geschwärzte Klemmen vor dem Stromzähler | Mangel im ungezählten Bereich; abhängig von Übergabestelle und Netzanschlussvertrag kann es sich um eine Anlage des Verteilnetzbetreibers oder um die Kundenanlage handeln | nicht eingreifen; bei unmittelbarer Gefahr eine unverzügliche Abschaltung nach der Eigentumsgrenze und dem Notfallverfahren des jeweiligen Verteilnetzbetreibers oder Eigentümers der übergeordneten Anlage veranlassen; Reparatur des kundenseitigen Teils einem fachlich befähigten Elektroinstallationsunternehmen übertragen und den Eingriff in den verplombten Bereich mit dem Verteilnetzbetreiber abstimmen |
| Im Schrank fehlen Platz oder Verdrahtung für die Niedertarifschaltung | Der Verteiler entspricht nicht dem gewünschten Tarif | Verteiler anpassen oder austauschen |
| Der Verteiler ist durch Regale oder Paletten versperrt | Unzugängliche Verteilanlage | Zugang freimachen |
Quellen des Artikels
- Elektroprüfung – Dienstleistung von SOHE.
- Elektroprüfung nach einem Umbau: Wann ist eine Erstprüfung erforderlich? – Beurteilung von Eingriffen in eine bestehende Installation.
- Anforderungen an einen Prüfbericht – welche Angaben der Bericht enthalten muss, damit er gegenüber dem Verteilnetzbetreiber und bei einer Kontrolle Bestand hat.
- Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Unternehmen und Erstprüfung – Prüfung eines neuen Stromkreises für eine Wallbox.
- Nařízení vlády č. 190/2022 Sb. – über reservierte technische elektrische Anlagen und die Anforderungen an ihre Sicherheit; Einordnung von Anlagen zur Entnahme elektrischer Energie und elektrischen Installationen von Gebäuden, Ordnung für Inspektionen, Wartung und Prüfungen sowie Vorgehen bei unmittelbarer Gefährdung.
- Zákon č. 133/1985 Sb. – o požární ochraně; freier Zugang zu elektrischen Verteilanlagen.
- ČSN 33 2000-6 ed. 2 Elektrické instalace nízkého napětí – Část 6: Revize – Besichtigung, Erprobungen und Messungen sowie Prüfung von Änderungen bestehender Installationen.
- ČEZ Distribuce: Prüfbericht – wann und wem der Prüfbericht vorzulegen ist, wann der Verteilnetzbetreiber ihn nicht verlangt und wann eine Bestätigung über seine Ausstellung genügt; geprüft am 17. 9. 2026.
- ČEZ Distribuce: Anschlussbedingungen für NN, Kap. 3 – Direktmessung bis einschließlich 80 A, über 80 A Wandlermessung; geprüft am 17. 9. 2026.
- EG.D: Anschlussbedingungen für Messeinrichtungen auf NN-Ebene, gültig ab 1. 1. 2024 – Prüfbericht, Protokoll über eine Teilprüfung, Auszug aus dem Prüfbericht, Übersicht üblicher Tätigkeiten und Grenze der Direktmessung; geprüft am 17. 9. 2026.
- PREdistribuce: Neuer NN-Anschluss – Formular Podklady pro uzavření smlouvy na hladině NN; geprüft am 17. 9. 2026.
- PREdistribuce: Arbeiten am ungezählten Teil der Kundenanlage – Meldung der Arbeiten an die Störungshotline und Verfahren zur Verplombung; geprüft am 17. 9. 2026.
- Energetický regulační věstník 18/2025 – cenový výměr Energetického regulačního úřadu č. 14/2025 mit den Bedingungen der Verteilungstarife für Abnehmer aus Niederspannungsnetzen im Jahr 2026; geprüft am 17. 9. 2026.
Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine rechtliche Stellungnahme. Die konkrete Anforderung an den Prüfnachweis muss anhand des Netzanschlussvertrags und der aktuellen Bedingungen des Verteilnetzbetreibers geprüft werden. Der Prüfumfang ist entsprechend dem tatsächlichen Betrieb, der Herstellerdokumentation, der Nutzungsumgebung und der Risikobewertung festzulegen.
SOHE prüft im Rahmen der Dienstleistung Elektroprüfung Zählerverteiler, Hauptleitungen von Gebäuden und neue Stromkreise nach einer Erhöhung der Sicherung oder einem Tarifwechsel. Senden Sie uns über die unverbindliche Anfrage lediglich die relevanten technischen Bedingungen aus dem Netzanschlussvertrag, Außenfotos des Verteilers ohne entfernte Abdeckungen oder Plomben sowie eine kurze Beschreibung der Änderung; sensible persönliche und preisbezogene Angaben können Sie schwärzen. Anhand dieser Unterlagen schlagen wir den Prüfumfang und den für die Änderung erforderlichen Nachweis vor.